Die Haliotis-Idee

Die Haliotis-Idee beschreibt einen zukunftsweisenden Weg des Menschen mit seiner Natur.

Seine Natur meint die des Körpers UND die Natur einschließlich der Landschaft. Die Landschaft verdankt ihre Eigenart den so genannten „abiotischen“ Wirk-Kräften (Klima, Wetter, Boden, Wasser) und den „biotischen“, den Pflanzen i.w.S., den Tieren und dem Menschen.

Natur, Landschaft und Mensch werden nicht als getrennt bezeichnet und empfunden. Alle drei befinden sich in Entwicklung. Solange sie existieren wird diese Entwicklung, auch Evolution genannt, fortlaufen.

Evolution verläuft nach einer sich öffnenden und verzweigenden Spirale.

Spirale

Alles Werden, Wachsen und Wirken in Natur, Landschaft und Mensch folgt diesem Entwicklungsmodell, das heißt, alles wird mit der Zeit komplexer und mehr und mehr miteinander verwoben. Kein Teil kann ohne irgendeinen anderen entstehen bzw. sich erhalten.

 

SpiraleBlumen

 

Auf Grund der herausragenden Schönheit wurde die perlmuttglänzende Schale der Haliotis-Schneckengattung als Metapher der Haliotis-Idee und Bezeichnung des Haliotis-Projekts gewählt.

großeHaliotis

 

Die absolute Basis des irdischen Ganzen   –     Natur und Landschaft

Natur und Landschaft tragen alles, es gilt zuallererst sich als Mensch darin wahrzunehmen – .

Daher konzentriert sich bei der zukunftsfähigen, achtsamen Landnahme des Menschen zunächst alles darauf, als Mensch behutsamer Gast zu sein. Es gilt, zu beobachten und zunächst das System entweder nur selektiv – auf begrenzter Fläche und besonders vorsichtig, oder erst nach einer gewissen Zeit des Einfindens zu nutzen. So geschah es bei Haliotis ab 2002.

Der Mensch sei beim Einstieg in seine Landschaft zuallererst geduldiger Beobachter, mehr und mehr kundig werdend.

 

Natur, Landschaft und Mensch gehören zusammen

        es gibt keine Trennung, sondern ein wechselweises-aufeinander­-angewiesen-­sein und wechselweise-einander-tragend.

Dieser Auffassung folgend versteht sich der Mensch als Teil oder ein Element der Natur. Seine Nutzung der Ressourcen des von ihm besiedelten Ökosystems passt er dem Gefüge des Ökosystems an. Seine Forderungen sind orientiert am Potenzial des Ökosystems und überschreiten dessen Kapazität nicht. Daher ist die achtsame Herangehensweise erforderlich.

Da der Mensch in und von der Natur lebt, „nutzt er ganz natürlich ihre Einrichtungen“, wobei die Ernährung an erster Stelle steht. Der Haliotis-Idee entsprechend erfolgt jede Art menschlicher Nutzung einvernehmlich mit der Natur. Es kommt daher zu keiner Übernutzung.

Dieses Ziel kann mit Methoden der Permakultur oder der Landwirtschaft nach Fukuoka erreicht werden. Bei Haliotis wird eine vom allgemeinen Weg abweichende Form entwickelt, bei der Qualität statt Menge und Masse und allgemein nie die „Produktion“ im Vordergrund stehen.

Ein ausgeglichener Mensch benötigt im Mittel nicht die in der Zivilisation derzeit gängigen Nahrungsmengen. Ein ausgeglichener Mensch erhält geistig-seelische. Bewegungs- und körperliche Nahrung in Form von Essen in artgemäßer Qualität, Quantität und Weise. Zur körperlichen Nahrung passt vegane Rohkost mit hohem Anteil an Wildpflanzen. Die Ernährung bei Haliotis ist vegan mit hohem Wildpflanzenanteil und Bio-Marktgemüse, weitestgehend aus der Region.

Bei jeglicher Nutzung der Landschaft begleiten uns stets die Wahrung und Achtung der regionaltypischen Flora und Fauna.

In praxi bedeutet das, dass alle einheimischen Tiere und Pflanze IM Lebensraum des Menschen ihr artgemäßes Wesen leben und entfalten können, insonderheit auch in den Gartenbereichen! Natur und Mensch sind von Natur aus einander kein Widerspruch. Wo sie das zu sein scheinen, übertrat der Mensch Gesetze der ihn tragenden Natur. Die Folgen davon können repariert werden.

 

Kundig in Natur und Landschaft leben – Menschen kennen Landschaft und Natur. Bei Haliotis begeisternde Naturkunde erfahren und verwerten

In unserer Zivilisation gilt es als normal bis geradezu selbstverständlich, weder grundlegende ökologische Zusammenhänge noch Arten und Gemeinschaften der Natur und der Kulturlandschaft zu kennen. Gleichwohl wird rasch von beinahe jedermann über Ökologie gesprochen. Vom Kreislauf der Nährstoffe etc. auf dem „Bauernhof“, im Garten und Wald (wo es allenfalls in sehr grober Näherung so etwas wie einen Kreislauf gibt).

Im Sinne der Haliotis-Idee vom Leben mit der Natur lernen Mitmenschen Böden, Klima, Wetter, Tiere und Pflanzen sowie des Menschen Kulturphasen durch die Geschichte verstehen.

Merke: normale Permakulturisten haben ihr Augenmerk sehr weitgehend auf der Erzeugung von Produkten. Ein Haupt-Anreiz besteht darin, dass es für den Menschen Fülle und Leichtigkeit der pflanzlichen Erzeugung geben kann. Dazu ist alles bereit, und es wartet auf die Nutzung. Es wird von Wahrnehmung der Arten gesprochen, doch in Praxis kennen die meisten Permakulturbauern nicht mehr wildlebende Tiere und Pflanzen, als Bürger, die nicht permakulturell oder gar nicht gärtnern.

Aus der Beschäftigung  mit Permakultur sowie dem kundig-werden aus der Landschaft und ihren Lebensgemeinschaften resultiert die Wahrnehmung der Evolutionsdynamik – alles Geschehen verläuft in Spiralen, die sich weiten und aufspalten. Somit gibt es keine Kreisläufe, allenfalls in einer 2-dim. Projektion, und schon gar nicht in irgendeiner menschlichen Erzeugerebene, etwa dem „Bauernhof“ oder im naturnahen Wald.

 

Der Mensch ist ein meditatives Wesen, dies teilt er mit seiner Natur

Seine volle Kraft kann der Mensch erst in einem meditativen Zustand erfüllen. Bei Haliotis dient der Entfaltung des meditativen Zustands die Naturbeobachtung, der täglich mehrfache Gang durch das Haliotis-Gelände mit der Betrachtung und Pflege der spontanen Pflanzen- und Tierwelt (der „wilden Lebensgemeinschaften“), der Pflanzungen und dem Gang hinunter zum feinen See. Wir praktizieren mit der Natur das „Zeuge-Sein“, und die tägliche Praxis von Qi Ging und Tai Chi, Malen und Musizieren sowie weitere phantasievolle Tätigkeiten ergänzen dies.

Meditative Grundhaltung des Menschen fördert die Reinigung und Heilung des eigenen Körpers ebenso wie der gesamten umgebenden und dies Ganze tragenden Natur und Landschaft.

Prof. Dr. Bernd Gerken, im Juni 2013

Haliotis-Leiter und Gründer

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2 Kommentare zu “Die Haliotis-Idee

  1. Hallo Bernd, schön dasss ich dich hier wiederfinde.(- Ich glaube ich irre mich nicht, nachdem ich dich beim Kräuselblattentfernen am Pfirsich gehört habe…). Ich habe einen jungen Pfirsichbaum, der von meiner Frau ebenfalls entknibbelt wurde. Mi Erfolg. Jetzt muss ich noch lernen, wei ich ihn beschneide im Mai…
    Dein Haliotis-Projekt interessiert mich, weil deine geistigen Grundlagen und Grundsätze auch meine sind.
    ich wünsche dir eine schöne warme Zeit mit leiben Menschen und – vielleicht schreibst du mir mal zurück, was du jetzt machst.
    herzliche Grüße
    Wolfram

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